VORSCHAU
Jolly & the Flytrap | 17/10/2026 |
James McMurtry | 26/10/2026 |
Lucha Luna | 14/11/2026 |
Jontavious Willis | 07/12/2026 |
SAMSTAG, 14. NOVEMBER 2026, 20Uhr20
Lucha Luna
EINTRITT: 35.-
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«In Seattle gibt es einfach nicht viel, was so klingt wie Lucha Luna. ¡Respeto!», schreibt der in Seattle lebende Journalist und DJ Dave Seagal auf the Stranger. Das will was heissen in Kurt Cobains Nirvana-City, Home of the Grunge. Aus der aufgrund viel Stadtgrün und grossen Wäldern rundum auch Emerald City genannten (nicht von den Einheimischen, die sie wegen der nahen Boeingwerke eher als Jet City bezeichnen) oder Rain City (viele regnerisch-bewölkte Tage bei geringer Niederschlagsmenge) stammen immerhin auch bekannte Bekannte wie Eddie Vedder/Pearl Jam, Soundgarden, Alice in Chains, Soundgarden, Modest Mouse, The Jimi Hendrix Experience, Foo Fighters, Bill Frisell, Fleet Foxes, The Green Pyjamas, Macklemore, The Walkabouts, Sunn O))), Screeming Trees, Robert Cray, Ray Charles, Presidents of the United States, Neko Case, Mark Lanegan, um nur einige zu nennen.
Das Duo Lucha Luna – Eva Vázquez (Toxic Tears, Savi), Thomas Arndt (Day Soul Exquisite, Another Magic) – wird während der Unruhen des Jahres 2025 gegründet und thematisiert mit ihrem explosiven Gemisch aus lateinamerikanischer Perkussion, kräftigen Bässen, Punk-Vocals und Reggaeton-Flows Freude, Wut, Widerstand, Befreiung, Gemeinschaft und Genesung. Das Heilmittel ist rezeptfrei und beinhaltet Wirkstoffe wie Thomas Arndts (Multi-Instrumentalist, Produzent) pulsierende, sich intensivierende Synthisoundscapes, tiefe TR-808-Bassdrums, treibende Beats, ebenso angestachelt wie versöhnt durch Eva Vásquez' variationsreichen Gesang, der fliessend zwischen Reggaeton-inspirierten Flows und rohen Punk-Screams wechselt.
Die Plattentaufe ihres Anfang 2026 im Eigenverlag herausgegebenen Debüts «Brilla Brilla» feiert Lucha Luna zusammen mit lokalen Künstlern wie Bloqueador Solar, Kataniica und DJ La Mala Noche im ausverkauften Seattler Club Baba Yaga. Und zack! gewinnt das Duo in der lokalen und internationalen Underground-Musikszene lichtgeschwind an Bedeutung. Gleich in der ersten Woche erobert «Brilla Brilla» den ersten Platz der Top Played Artists beim 1972 an der Uni Washington gegründeten, gewichtigen Nonprofit-Radio KEXP. Where the music matters. und taucht in Dutzenden von NACC-Charts in den gesamten Vereinigten Staaten auf. Lichtstrahlen, die durch die Risse im fadenscheinigen Sternenbanner leuchten wie durch die von Schüssen durchsiebte Dunkelwand einer Westernscheune im Gegenlicht.
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​Das Album erobert auch immer mehr Herzen in Europa und Südamerika. Ein Lyric-Video zu «Manzana Prohibida» (Verbotener Apfel) verleiht einem der explosivsten Momente des Albums eine visuelle Dimension. Adam und seine aus seiner Rippe geschnitzte Eva sind abgestandene Präsidentenplörre, das Paradies hat ein neues Traumpaar: Eva & Thomas. Und ihr Sound wird zum Garten Eden Club, in dem alle tanzen und niemand vertrieben oder ausgegrenzt wird. Lucha Luna verwandelt Widerstand und Resilienz in Bewegung und Intensität. In Musik, zu der man sich bewegt, um nicht im Ernst der Jammertallage zu versauern. Mitreissend. Ekstatisch. Kathartisch. Betörend. Hypnotisch. Verlockend. Magisch. Oder wie es in der Review auf KEXP heisst: In einer Zeit, die sich besonders düster anfühlt, sind Lucha Luna da, um uns alle daran zu erinnern: «BRILLA BRILLA»! – Fräst voll in die sitzsteifen Zürihüften und elektrisiert euer limbisches System.* Hier auf unserer allerletzten Brilla-Brilla-Cumbia-Reggaeton-Punk-Insel in Zwinglitown an der goldsilber glitzernden Mississihl mit tieffliegendem Graureiher.
«Manzana Prohibida» ist so berauschend spannend wie PiL zu Zeiten von «Metal Box», während Vazquez mit packender Dringlichkeit singt. Bei «Camino por la Noche» verschmelzen ungewöhnliche, metallische Percussion-Klänge und krumme Roland-303-Klänge zu einer pulsierenden, traurigen Cumbia, die einem die Daumen krümmen lässt. – Dave Segal, the Stranger
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* Wiki: Das limbische System sorgt auch für die Ausschüttung von Endorphinen, also körpereigenen Opioiden.
