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Jolly & the Flytrap | 17/10/2026 |
James McMurtry | 26/10/2026 |
SAMSTAG, 17. OKTOBER 2026, 20UHR20
Jolly & the Flytrap
EINTRITT: 35.-
Kommt ein Innerschwiizer aus Engelberg – OhWeh wie ObWalden – nach Zwinglitown und sagt: «Züri ist ganz hübsch, solange man im el Lokal sitzt.»
Ein weiser Mann. Er heisst Richard Blatter a.k.a. Elritschi und kennt sich aus in der Welt hinter dem Titlis und ennet dem Vierwaldstättersee (franz. Lac des Quatre-Cantons; ital. Lago dei Quattro Cantoni, Lago di Lucerna; rätorom. Lai dals Quatter Chantuns) und spricht französisch, italienisch, spanisch, «wenns sein muss, sogar kroatisch». Der weitgereiste Singer/Songwriter hat bis heute die «simpelschöne und chlepfige» Vinyl-Single «gonna go fine» (2023) mit der Fidelis Bigbänd sowie vier CDs und aktuell die Doppel-CD «singing radio artist» (2025) herausgebracht. Schon ziemlich oft sass der einst blutjunge Schweizer Farbradiokolumnist und Sänger über die letzten vier Jahrzehnte nicht nur auf ellokalen (und elinternacionalen) Sitzgelegenheiten, sondern stand bzw. tanzte mit erhobener Stimme am Mikrofon im energetisch wilden Sound seiner Kultband Jolly & the Flytrap, die er im Sommer 1986 mitgegründet hat. «Von dieser Bühne bin ich auch schon abetroolet», bekennt der lachende Bühnentiger und auf Papier gedruckt in kultur-tipp.ch, wo es zu den Jollies fliegentätschmeisternd heisst: Ihre Konzerte sind selten. Aber wenn sie mal auf der Bühne stehen, kennen sie kein Bremsen. Jolly & the Flytrap berauschen seit bald 40 Jahren Musikfans mit Fernweh. Denn die Innerschweizer Musikanten beamen ihre Konzertgemeinschaften an den Strand von Rimini, in die spanische Pampa oder auf den brodelnden Balkan.
Er ist also bigoscht nicht das erste Mal in der schweizgrössten Kleinstadt der Welt. Weiss, wo Bartli den Moscht am schönsten holt und zapft. Und ist er hier in Züri, der musizierende Betriebsökonom und dreifache Vater, dann nicht wie viele Urschwiizer nur an schwarzkatholischen Shopping-Feiertagen als strassenstopfende Blechlawine. Aber praktisch immer wirds ein saftwurzliges Lebensfest. Ausgelassen. Wogend. In die Knochen blochend. Hüft- und Kniegelenk ölend. Natur- wie kunstgelenkig. Hirnverbrannt im besten Wortsinn. Und weil die Bandmitglieder diversen Brotberufen nachgehen, sind die fulminanten Auftritte der Jollies selten geworden. Umso schöner, dass sie sich hier auf unserer chlepfigen Allerletztinsel an der simpelschönen Mississihl zusammenfinden, um dem Fischreiher und euch und uns ihren weltmusikalischen Satansbraten aufzutischen – samt Teufelspauken und Himmelstrompeten. Einfach göttlich!

