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SONNTAG, 17. MAI, 20UHR20
Hugo Race & Giovanni Ferrario - Fatalists Duo
EINTRITT: 28.-
Unser Hugo! Seit ewig immer wieder bei uns. Immer anders, immer hundertpro Hugo. Nach zwei Jahrzehnten und zwölf Alben mit seiner legendären Berliner Psyche-Blues-Band True Spirit nahm Hugo Race (Bad Seeds, The Wreckery, Dirtmusic) 2009 sein erstes Soloalbum «Fatalists» im klassischen Singer/Songwriter-Stil auf. Fatalists nannte sich danach die Band um unseren grossen italienischen Freund, Gitarristen und Produzenten Don Antonio Gramentieri mit Diego Sapignoli (d, perc), Violinistin Vicki Brown (Calexico) und Bassist Erik Van Loos (Willard Grant Conspiracy).
Nach etlichen Fatalists-Alben setzt das Pandemie-Werk «Once Upon A Time in Italy» (2022) neue Massstäbe, aufgenommen mit den aktuellen Fatalists (Hugo Race – vocals, guitar, sampler; Diego Sapignoli – drums, electronics; Francesco Giampaoli – bass guitar; Giovanni Ferrario – guitar, keyboards, vocals) und australischen Gästen wie der Sängerin Georgia Knight und TJ Howden (The Hungry Ghosts); dazu gibts die Bonus-EP «C’era Una Volta In Italia» mit vier Songs in Italienisch. «Once Upon A Time in Italy» sei «sehr persönlich, mit den Höhen und Tiefen, den Lockdowns, den Zusammenbrüchen, den Erinnerungen, dem Vergessen, dem Verlust, der Identität... es war das schwierigste Album, das ich je schreiben musste. Und es ist ein Neuanfang für die Fatalists als Band». Der doppelte Hugo: Es wird gemutmasst, der an Sergio Leone/Ennio Morricone erinnernde Albumtitel «Once Upon A Time in Italy» sei wohl auch auf Hugos Leben im sonnig-staubigen Sizilien gebrandmalt, das ihn zum Duellhelden seines eigenen Spaghettiwesterns werden lasse, in dem er im Showdown das High Noon-Duell zwischen dem guten und dem bösen Hugo austrage. Oder so ähnlich.
In seiner 30-jährigen Karriere lebte Hugo Race tausend Leben als Songwriter, Produzent, Musiker, Performer, Leiter des Plattenlabels Helixed. Seine reichhaltige Musikpalette beinhaltet Folk, Roots, Lounge, Voodoo Cajun, Dream Pop, Trance Industrial Blues, Psychedelia, John Lee Hooker Blues, Desert Blues, Desert Rock, Echos italienischer Filmmusik, Weltmusik und allerhand soundtüftelnde Hypnotic Soundscapes. Hugos unergründliche Wege führen vom Post-Punk-Melbourne der 1980er Jahre nach Afrika, in die Türkei, Deutschland bis nach Sizilien und in die Emilia Romagna. Und natüterli schon damals ins Inti und immer und immer wieder auf unsere allerletzte Schatzinsel an der tiefbluesblauen Mississihl.
Don Antonios Platz bei den Fatalists nimmt seit 2017 der Gitarrist Giovanni Ferrario (The True Spirit, Sepiatone, PJ Harvey, Scisma, Sacri Cuori) ein, der mit Hugo zusammen unsere Heiligen Inselhallen in Trance versetzen wird. Die beiden performen Songs aus dem Fatalists-Repertoire und natürlich ihr taufrisches Fatalists-Album «I Made It All Up For You» (März 2026). Und ebe:
Wo Hugo Race drauf steht, ist Hugo drin. The one and only. – I go. You go. We all go for Hugo!!! Forever and a day!
Die Prägnanz der Arrangements verdichtet sich im Klang von Gitarren, Violinen, Keyboards und rhythmischen Kadenzen, die darauf abzielen, eine äußerst hypnotische und verstörende elektroakustische Textur zu schaffen, durchdrungen von Ambient-Effekten und Klanglandschaften mit einer starken narrativen und imaginativen Wirkung. In diesem erstaunlichen Mosaik, in dem jede Kachel mit einem eleganten ästhetischen Gespür gesetzt ist, leuchten die nostalgischen Dream-Pop-Reflexionen von „Bow And Arrow“, die dämmerigen Blues-Adern von „Symphony“ (gepaart mit den eher textlastigen und orchestralen Titeln des Titelsongs) und die fieberhafte Voodoo-Cajun-Mantrikität von „Gotta Get High“ etwas intensiver. All dies macht „Taken By The Dream” zu einem Juwel von einem Album, das dazu bestimmt ist, ein Meilenstein in der vielfältigen Diskografie von Hugo Race zu werden. – Olindo Fortini, Sound Contest

