Lunch from December 11th to December 15th 2017.
Our own house publication, providing an interesting look into what's what on our island and beyond...
A special column giving a high-five to worthwhile articles and opinions all through the year...
Goin' down to Mississihl-River-Island...
Tuesday, 25.10.2011, 20Uhr20
oh what a night...
Terry Evans & Band (USA)
In seiner Familie galt Blues als des Teufels und so musste er Albert King, B.B. King, Elmore James und Little Walter heimlich hören. Er, der damals schon wusste: «Ich werde Soulsänger.»
Ziemlich genau ein Jahr früher. Ein unschuldiger Abend. Unsere hochverehrte Mississihl verliert nach wohligem Blauschön-Flow jegliche Fassung und ihre emotional aufgewühlten Wasser stauen sich rückwärts, hinauf, das gesamte Sihltal, tünkeln die Sihlhochstrasse samt Sihlcity & Mediamarkt, flutschen an der Sihlseestaumauer hoch, schwappen drüber, spritzen tsunamig um sich und netzen tief hinten in der unkoscheren Innerschweiz gar das in keiner Weise unverdächtige Kloster Einsiedeln mit den geweihtesten aller geweihten Wasser aus dem ellokalen Universal-Mainstream: Auf unseren hochheiligen Brettern zelebrieren die zwei Blues-Hochheiligen Hans Theessink & Terry Evans eine 11-Minuten-Version von «Mississippi» und zählen von Willie Dixon bis Billie Holiday alle Grossmeister des legendären Musikstroms ennet dem grossen Tümpel auf. Und die alte Liebe brennt lichterloh.

Terry Evans, geboren und aufgewachsen in Vicksburg, im Herzen des Mississippi-Deltas, wurde im Gospelchor musikalisch entjungfert. In seiner Familie galt Blues als des Teufels und so musste er Albert King, B.B. King, Elmore James und Little Walter heimlich hören. Er, der damals schon wusste: «Ich werde Soulsänger.» Die Karriere begann dann später als Songschreiber in Südkalifornien (Pops Staples, Louis Jordan) und Sessionmusiker (John Fogerty («Eye of the Zombie»), Joan Armatrading, John Lee Hooker, Boz Scaggs, Maria Muldaur, Pops Staples). Der Durchbruch kam dann mit dem grossen Ry Cooder und Terry und Bobby King, mit dem er auch als Duo tourte, wurden die Hauptstimmen Cooders («Chicken Skin Music», «Get Rhythm», «Show Time»,«Slide Area»). Im Film Crossroad singt er den Titelsong und steuert zudem «Down In Mississippi» zum Soundtrack bei.

Nach sechs Soloalben kommt 2009 mit «Fire In The Feeling» sein Debüt bei Cross Cut Records (einem der führenden Blues- und Roots-Labels Europas). Die Aufnahmen entstanden in Los Angeles und zeigen einen nachdenklichen Terry Evans, der sich in seinen gefühlvollen Songs mit Zwischenmenschlichem und – wie bei «My Baby Joined The Army», von seinem Freund Ry Cooder exklusiv für diese CD geschrieben – Bedrohungen wie dem Irak-Krieg: «When the plane took off this morning, I just stood and waved bye-bye. My baby she's joined the army, and there was nothing I could do but cry.» Begleitet von einer exquisiten Rhythm Section und u.a. einem gut aufgelegten David Lindley als Gast gelang Terry Evans mit «Fire In The Feeling» ein sehr persönliches Soul/Blues-Album.

Auf unserer Insel wird der Magier mit seiner atemberaubenden Live-Band (Lineup: Terry Evans: guitar and vocal; Joe Colombo: guitar; Sonny Byers: keyboard, piano; Kenny Dew: bass; Phil Bloch: drums) unter anderem sein herbsttaufrisches (latest smokin' hot) Studio-Album «Anthology» präsentieren. So stehts jedenfalls im Weltweitweb. Und das buttert ganz schön, so dass der Ausdruck «Dumm wie Brot» dabei nicht mal eine schier unmessbare (um ein bitzeli zu arschbänkerbäshbängen) Milliardstelnanomikromuggeseggelmuggefützlisekunde in das auch noch so unbedarfteste (Bänker-)Hirn dringen. Pure Mississihl-Insel-des-Lichts-Magie mit Gänsehautfaktor 900 Mia. (wir können auch Zahlen droppen, ihr Neandertalbankentschumpel!) spannt den berauschenden Überseebogen, als läge New Orleans gleich links hinter dem Cycling Dandy-Veloständer. Here it is: Diese Musik heilt alle Wunden & Wehwechen, sogar wenn sie in ihnen stochert, denn sie ist von dieser Welt. Hier bei uns, am ewigblausten River jenseits des grossen Teichs. Unfassbar schön!

Zu  «Fire In The Feeling»: ... however you want to define it, impressive is a word you cannot avoid! Most impressively though, Terry keeps things cohesive and fresh-sounding throughout the length of the album. We always knew he’s a very fine singer; this beautifully packaged CD proves that he is a very fine all-round artist. – bluesartstudio.at
top...
el Lokal