Unsere Elektrobrieftauben fliegen immer wieder ins worldweite Nezz unseren Newsletter abladen. Mindestens wöchentlich ...
Feins z'Mittag vom 5.12. bis und mit 9.12.2022
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Samstag, 14.05.2022, 20Uhr20
Lokalbühne
Ramsay Midwood
Ramsay Midwood gilt als eine Mischung aus Tom Waits, John Prine & Johnny Cash; sein Rhythmus erinnert an JJ Cale & seine Art an Woody Guthrie.

Der Singer/Songwriter aus Austin, Texas, hat noch kein Stängeli an Auftritten in der Schweiz auf seinem Kerbholz. Seine mitreissenden Songs sind vom Blues durchdrungen & in Folk-Rock, Americana & Roots-Rock fermentiert. Psychedelischer Country-Blues, der unweigerlich gute Laune macht, sagen manche. Bizarre, die Fantasie beflügelnde Texte voller Southern Gothic-Surrealismus: «I was always an admirer of Woody Guthrie’s seemingly heroic undertakings. I vowed to fight his same righteous fight. I immediately broke this vow by chasing an actress to Hollywood and many songs later I chased a stripper from Wisconsin to LA, realizing that I was a simply a make-believe cowboy unconsciously herding women of questionable virtue into a corral in my head, where I could engage in long periods of self-loathing. This was when I decided to start my own space program. The initial fund-raising has been difficult, but I’m certain once I get my driver’s license things will pick up.»

Zu den oben genannten kommen noch eine ganze Reihe von spürbaren Einflüssen: Woody Guthrie, Pete Seeger, Levon Helm, Ramblin' Jack Elliott, Bob Dylan, bis hin zu John Lee Hooker & Lightnin' Hopkins. Midwood stammt aus Arlington, VA, einem Vorort von Washington, D.C.. Der Vater Bart Midwood, Schriftsteller & Tubaspieler; seine Mutter, die Malerin Susan Kellogg, die als Freiwillige am Smithsonian Institute arbeitet, fördert sein Interesse für Roots-Musik, insbesondere Folk, Bluegrass & Blues. Als Erwachsener zieht Midwood nach Chicago & wird Schauspieler, ua. bei der bekannten Steppenwolf Theater Company. Trägt alles nicht viel ein, so packt er die Gelegenheit, in L.A. einen Bierspot zu drehen. Ihm & seiner Frau gefällt das Wetter, sie bleiben. Midwood tritt mit seinen Songs in Coffeehouses auf; gründet mit dem Gitarristen Randy Weeks die Band Wayfarer; ein Fan seiner Texte & seiner Songs überredet ihn, beim deutschen Indie-Label Glitterhouse Records ein Demo einzureichen. Sein Debüt «Shoot Out at the OK Chinese Restaurant» (2000) verschafft Midwood eine kleinfeine europäische Fangemeinde. Als ein Feuer im Februar 2002 Midwoods Wohnung in L.A. zerstört, zieht er nach Austin, TX. Im November 2002 wird «Shoot Out at the OK Chinese Restaurant» in den Vereinigten Staaten von Vanguard veröffentlicht. In der Zwischenzeit kamen nur grad zwei Alben dazu (auf seinem eigenen Label Farmwire Music): «Popular Delusions & The Madness of Cows» (2006), «Larry Buys a Lighter» (2011). So eigenwillig wie vertraut: Immer bleibt unklar, ob Midlake quasi als frühreifer Twentysomething, als schrullig-poetischer Seventysomething oder als alterslos-schelmischer Inbetweensomething durchgeht. Und da er mit Band auf unserer allerletzten Insel an der azurbluesigen Mississihl einfährt, spielt die Musik sowieso auf noch viel mehr Vielschicht-Ebenen.

top...
el Lokal