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Sonntag, 31.03.2019, 20Uhr20
Lokalbühne
Vera Kaa
Berufe & Berufung sind eins bei Vera Kaeslin alias Vera Kaa. Und sie stand für die Sängerin aus dem Muotathal bereits in jungen Jahren fest: Die Musik.

Das Musizieren war in ihrer Familie Tradition: Urgrossonkel Georg-Anton Langenegger komponierte seinerzeit mehrere Volksmusik-Tänze, die sich in der Region noch heute grosser Beliebtheit erfreuen. «Schon als kleines Kind sass ich auf meiner Grossmutters Schoss und lauschte der Hausmusik», erinnert sie sich. Auch sie begann mit traditionellenr Volksmusik, doch schon bald genügten ihr das Örgeli, der Kontrabass & die Rhytmus-Löffel nicht mehr. Sie machte sich auf eine musikalische Entdeckungsreise. Der Weg ist bis heute deren Ziel: «Wenn ich nichts mehr Neues ausprobiere und in meine Musik einbaue, bin ich gestorben». Es folgte eine Punkband. Als Sängerin. Verschwiegen sei auch nicht ihre medial gut betreute Heirat & Trennung mit einem gewissen Rams. 1981 das erste Solowerk «Das macht dich frisch». Rock auf Deutsch. Zwei weitere Alben & sie löste ihre Band auf, vorbei wars mit Rock. Nun sang sie Musicals oder Brecht-Lieder & spielte Theater. Heute ist sie eher im Jazz & Blues zuhause, singt mittlerweile auch Schweizerdeutsch: «Mein Urgrossonkel sagte einmal: ‚In der Musik gehts nur ums Kombinieren.’ – Ein schöner Satz.» Den Vera Kaa durchaus beherzigt & gut & gern mal Rock mit Jodeleinlagen versetzt. «Ich bin freier geworden, kompromissloser denn je. In der Musik darf es keine Grenzen geben.» Kompromissloser ist sie nicht nur in musikalischer Hinsicht geworden. Plattenverträge schliesst sie keine mehr ab, managt sich selbst. Ist einer ihrer Songs sechs Minuten & damit zu lang fürs Radio ist, wird nicht herumgeschnippelt – er wird ganz gespielt oder gar nicht. «Ich muss mich zum Glück nicht mehr so vermarkten wie früher», sagt sie. Keine Stundenlangen Reisen zu Interviews. Kein Auftrittsmarathon wie zu der Zeit, als sie in Deutschland Musik machte. «Ich kann mich jetzt voll und ganz der Musik widmen». Elf Alben hat sie bereits produziert, mit dem zwölften «Längi Zyt» ist sie seit einem Jahr auf Tour, bevor es überhaupt aufgenommen worden ist. heisst es. Eine Hommage an ihren Urgrossonkel, der ein «Querer» gewesen sei. Die lange Reise von Vera Kaa macht einen Zwischenhalt auf unserer Insel an der schönblauen Mississihl. 

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