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Feins z'Mittag vom 18. Februar bis und mit 22. Februar 2019.
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Montag, 11.03.2019, 20Uhr20
Eintritt: 28.–
David Nance Group
Der Mann ist ein unerschöpflicher Schaffer: Im Laufe der letzten sechs Jahre hat David Nance aus Omaha, Nebraska drei Alben veröffentlicht, eine 7-Inch, zahlreiche Kassetten, CD-Roms & unlizenzierte «Cover-Alben» von Lou Reed, The Beatles, Rolling Stones & Doug Sahm.

Sein Songgebräu & Allerheilmittel nannte er schlicht & bescheiden "Negative Boogie" (2017). Aber was genau dürfte das sein? Na, ein bisschen Canned Heat, Pere Ubu’s schräge Percussion & dazu eine gehäufte Schaufel Swell Maps. Mit seiner Sammlung seltener Gitarren, Cowbells, Steel Drums, Vintage Amps, Crazy Horse-Mikrofonen, Mellotron sowie der treibenden & untötlichen Rhythmusgruppe Kevin Donahue & Tom May machte David es sich im Studio gemütlich. Die drei fingen bei Sonnenaufgang an & recordeten bis Mitternacht 15 Songs. «Some songs were unused for half a decade, some songs were changed the day before recording and some songs were recycled and reinterpreted from the last album leftovers», sagt Nance dazu. «Do The Negative Boogie. Do It In Stereo, Baby.» ist ein Rock-Epos geworden, bei dem die Songs ineinander fliessen wie bei einem perfekt orchestrierten Klassiker. Durchtränkt mit Nances bissigen wie komischen Lyrics, die in einen Song gipfeln wie «DLATUMF Blues» (Don't Look At This Ugly Mother Fucker Blues). Und da sind diese vielfach gebrochenen Gitarrenriffs à la The Good, The Bad & The Ugly. Keine Liftmusik, Leute. Aber gross & grösser. Nance's fiebriger Traum von der Plastic Ono Band & Rocket From The Tombs. Manisch, ekstatisch, elektrisierend. Sein aktuelles Werk «Peaced and Slightly Pulverized» nahm Nance mit seiner Hot-Shit-Live-Band aus Omaha-Kumpels auf, der David Nance Group: Jim Schroeder (Git), Tom May (Bass) & Kevin Donahue (Drums). Tender & brusque, wie es heisst. Zärtlichzart & brüskbrutal. Unvergleichlich wie David Nance Intensität & Pathos auch ganz ohne Verzerrungen rüberbringen kann. Aber natürlich selbstverständlich hoffen-wir-doch auch mit. Rohkost vom Allerfeinsten. Die Tags auf Bandcamp lauten: Rock / Anti-Music / Meditative / Minimalism / New Age / Raga / Omaha. Es fehlt: Psycodelia. Das Herzstück von «Peaced and Slightly Pulverized» ist die wunderfluss episch-emotionale Ballade «In Her Kingdom» mit klagenden Gitarren, 7 Minuten lang anschwellend zur unerhörten Flut: she sits in a window and surveys all her waste / the garbage it runs rampant through her bed and in her halls / she says a billion people on this earth and i don't need one of them at all // treasures decorate her walls like the castles on her tv // the guard, the map, the walls, the craft, the moat, the swan, the piles and her fawn // in her kingdom // in her kingdom of shit. – Alles klar? Schluss mit Napflixen & so weiter, hier geht die Post ab! Live & leibhaftig. Check it out!

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