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Da kommt eine Bande um Musik zu predigen.
Montag, 04.06.2018, 20Uhr20
Lokalbühne
The Band Of Heathens
Auf Wikipedia zu lesen: The Band of Heathens (dt. Gruppe von Heiden) ist eine US-amerikanische Americana-Band aus Austin, Texas. Aber Heiden liegt doch im Appenzellerland? Wohnen die da? Ah, Heiden, also Un- oder Falschgläubige!

Ja, sapperlot, wer redet denn heute noch von Heiden! Da kommt also eine Bande von amerikanischen Heiden auf unsere göttliche Insel, um Americana (again, grrr!), nein, Musik zu predigen. Und das machen sie überirdisch gut. Diese Heiden glauben hör- & fühlbar an das, was sie tun. Gute Musik ist ja eigentlich immer göttlich. Drum wird sie von Fundiglaubern aller Richtungen entweder verboten oder benutzt, um ihre Schäfchen nach ihrer Vorstellung zu drapieren. Fundis sind oft sich selber, also ihrem Nächsten bzw. ihrem Gott, der grösste Feind. Capito? «Duende» (2017) heisst das 5te Studioalbum der Band of Heathens. Sie liefern auch gleich die Bedeutung dazu: duende – [duen-de] (noun) 1. a quality of inspiration and passion 2. A heightened sense of emotion, expression and authenticity 3. a spirit. Das Album handelt von unser aller Suche nach Zusammenhalt & Gemeinsamkeit in einer zunehmend künstlich verintelligenzten & Asocial-Media-verrückten Welt voller Einsamkeit, Zersplitterung & Fahrigkeit. Da hilft kein Gott. Zur Bedeutung von Duende sagt Band-Mitbegründer Ed Jurdi: «It’s the essence of the artist.» Gordy Quist ergänzt: «Es gibt im Englischen kein Wort dafür. Künstlerisch bringt es auf den Punkt, dass wir als Band tun sollen & wollen, was wir am besten können.» Wir, das sind: Ed Jurdi: Git, Keys, Voc; Gordy Quist: Git, Voc; Trevor Nealon: Keys, Voc; Richard Milsap: Dr, Voc;  Scott Davis: Bass, Voc. Vom High-Energy-Rocker bis zum J.J.Cale-Oklahoma-Boogie à la Grateful Dead, alles da. Und eben: Eine Band, die immer on the road ist, schätzt durchaus die Globalvernetzung. Aber sie kann die echte Begegnung nicht toppen. «I feel the album brings together all our influences, everything we’ve done over the years as a band», explains Jurdi. «We’ve touched on every part of our career – our roots, some singer/songwriter contemplative stuff, some high-energy rock‘n’roll. It’s all us, the record we were supposed to make. Ten years later, that’s what keeps us coming back.» – Lasst sie ihr Heidentum aus vollen Kelchen predigen an Zwinglis Stätte Gnaden. Amen. (Andere wurden geköpft & später Heilige, gell.)

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