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Ein ruhiger Ort inmitten des Weltzyklons.
Sonntag, 04.03.2018, 20Uhr20
Lokalbühne
Robert Rotifer
Robert Rotifer (*1969) wuchs in Wien auf, verbrachte dort die mittleren 80er bis 90er in diversen Bands & Plattenläden, war zwischenzeitlich Musik-& Radiojournalist, zügelte 1997 nach London & machte dort weiter wie vorher.

Seit 2004 lebt er in Canterbury & pendelt dann & wann in die Pop-Metropole. Seinem Büro/Studio/Atelier/Sauhaufen entwachsen Artikel, Sendungen, Radiobeiträge & Songs à discretion. Nebst Kollaborationen mit Leuten wie John Howard & The Night Mail, Papernut Cambridge, Darren Hayman/Hefner etc. hat Rotifer seit 2001 neun Alben veröffentlicht. Für den deutschen Rolling Stone & die Berliner Zeitung berichtet RR seit Jahren von der nicht-nur-Tee-gebeutelten Inselmusik. Eine Art Unser Aller HP Düsi Künzler für den grossen Kanton. Nach diversen Wiener Projekten veröffentlichte RR seine erste Solo-Doppel-Single unter Beteiligung der Sofa Surfers. In London stellte er dann die Band Rotifer zusammen. Das von Wreckless Eric produzierte Album «The Hosting Couple» erschien auf Edwyn Collins Label AED. RRs Video «The Frankfurt Kitchen» – eine Ehrung der legendären österreichischen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky, die mit ihrem Entwurf der «Frankfurter Küche» international bekannt wurde – fand Eingang in die ständige Sammlung des New Yorker MoMa: https://youtu.be/cbV5tUWhpGg. 2016 erinnerte RR mit «Not Your Door» ua. an die österreichische Widerstandskämpferin & Kommunistin Irma Schwager. «Sein bisher persönlichstes Album», orakelte die Wiener Zeitschrift Falter. In seinem aktuellen Album «Über uns» setzt sich RR auf Höchösterreichisch – also Wienerisch – mit den aktuellsten politischen Entwicklungen in Europa auseinander. So auch mit dem Brexit, von dem er voll betroffen ist. Mit Populismus & andern neoliberalen & pseudosozialistischen Ränkespielchen. RR besingt das alles mit einer betörenden Leichtigkeit & Allgemeingültigkeit, die vielleicht eben nur österreichische Künstler in deutscher Sprache hervorbringen können…

Ein wunderschönes Deutsch, gesungen in einer Brüchigkeit, die ihre Gründe hat. Begleitet von feinem, oft fast schwebenden Fingerpicking auf einer meisterhaft beherrschten Gitarre. Ein Album, das Orte der Totenstille hat und doch so viel erzählt. Ein ruhiger Ort inmitten des Weltzyklons. – Ernst Molden

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