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Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Dark Grizzly Rock
Montag, 18.04.2016, 20Uhr20
Lokalbühne
Candice Gordon
+ A.S. Fanning (USA)
Man soll sie sich jetzt noch anschauen, bevor die Trendrattenfänger sie ködern & einsperren, schreiben manche. Wir hoffen, dass Candice Gordon, die sich auf dem Gesichtsbuch als Punk-Vamp bezeichnet, das wohlweis zu vermeiden weiss.

Dark Grizzly Rock ist so irgendwo in etwa tupfgenau eine strotzbürstige Promenadenstrassenkötermischung aus Gothic Folktales & Old Western Soundtracks. Und das ist so irgendwo in etwa tupfschisserschubladengenau das, womit die in Berlin lebende, irische Gothic-Chanteuse unsere Weltbedeutungsplanken gehörig ins Schwanken & zum hexenbesen-zauberteppichmässigen Abheben bringen wird. Als lyrische Aussenseiterin hat sie dazu einiges zu Themen wie Sterblichkeit in Ewigkeit Amen, Moral, Menschlichkeit & andersweltliche Wesen zu erzählen. Und wenn einer wie Pogues-Frontmann & Höllenhund Shane MacGowan ihre 2013 erschiene Debut-EP «Before The Sunset Ends» noch vor Sonnenaufgang fertig produziert hatte, dann sagt das schon was aus über Candice’s Kaliber. Andere vermissen ihren Einstiegssong auf dem Twin Peaks Soundtrack. Mit ihrem aktuellen Album «Garden of Beasts» keimen jetzt schon dunkle Lüste à la Hieronymus Bosch auf. Und natürlich macht das schon vor dem ersten gehörten Ton verdammt Lust auf mehr. Starke Gitarre, starke Stimme, der Sound mal cinemascpisch opulent, mal minimalistisch, immer melodiös & voll ins Herz. Ihr Video «Sound of Horns» sorgte auch in Filmkreisen für Aufmerksamkeit, lief auf dem Int. Trickfilm-Festival Stuttgart & wurde für den International Zebra Poetry Film Award in Berlin nominiert. Und wir nominieren Candice Gordon schon jetzt zum aufregendsten Insel-Punk-Vamp-Act, der unser gothicales Musiktreppenhaus je verhext hat.

 «She's possessed of a voice like poisoned black molasses trickling down the side of a jewel encrusted goblet held in the gnarly claw of Beelzebub himself.» – Olaf Tyaransen, Hotpress

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