Unsere Elektrobrieftauben fliegen immer wieder ins worldweite Nezz. Unseren Newsletter abladen. Mindestens wöchentlich ...
Feins z'Mittag vom 21. bis und mit 25. Januar 2019.
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Die Sahara lebt.
Montag, 27.10.2014, 20Uhr20
Lokalbühne
Tamikrest (ML)
Tamasheq ist die Sprache der Tuareg. Tamikrest bedeutet Bündnis/Verbindung/Knoten, die Mitglieder stammen aus Mali, Niger & Algerien und begannen in Kindal gemeinsam über den Ishumar-Rock der Tuareg-Rebellen ihre Identität zu finden:
«Eine Wüste beherbergt uns, eine Sprache vereint uns, eine Kultur verbindet uns.» Mit intensiven, hypnotischen Melodien sorgte die exzellente Live-Combo im Mai 2010 zusammen mit Dirtmusic (USA) für einen ausserordentlichen Insel-Weltkulturabend: Die Zukunft des Tamasheq-Blues traf auf dirty old Rock’n’Roll. Dirtmusiker Chris Eckman produzierte auch das Tamikrest-Debütalbum «Adagh» (2008). Seither ist viel passiert & die desaströse Krise in Mali ist längst nicht ausgestanden. 2013 erschien – ebenfalls produziert von Eckman – das den Tuareg-Frauen gewidmete «Chatma» («Schwester»), ein Album zwischen Dub, Desert Blues, Psychedelic, Funk & Art-Rock über Leid, Verlust, Melancholie & Hoffnung mit Raum für Sing-Along-Rock und einer Hommage an die frühen Pink Floyd. Leader Ousmane Ag Mossa hat nun erstmals die Sängerin Wonou Walet Sidati zur Seite & der abwechslungsreiche Sound hat den herkömmlichen Desert Blues weit hinter sich gelassen. Tamikrest-Songs sind ebenso Protestsongs gegen die miserablen Lebensbedingungen der Tuareg wie ein Lob auf den für die Tuareg elementaren Lebensraum Wüste. Daran haben auch die verheerenden Dürren und Kriegszerrüttungen der jüngsten Vergangenheit nichts geändert: Die Sahara lebt.

P.S.: Mit Bassekou Kouyaté und Sidi Touré formen Tamikrest seit Januar 2013 das SAHARA SOUL PROJECT. Dank ausverkauften Konzerten in London, Paris und der Royal Concert Hall Glasgow und einem beachtlichen Medienecho gelang  es den malinesischen Künstlern den Fokus des Westens auf die durch die Scharia bedrohte kulturelle und musikalische Tradition ihrer Heimat Mali zu lenken.

 

Das Album ist erfüllt von sachlicher Betrachtung, moralischer Entrüstung, musikalischen Experimenten, der Feier ihrer Kultur und dem Kick des Rock’n’Roll.– africabildung.de

«Chatma» ist eine Liebeserklärung an die weibliche Natur, die ohne Gewalt, stattdessen mit Mut und Aufopferung, Basis und Vorbild für eine friedliche Gesellschaft sein sollte. Utopische Gedanken in einer Zeit in der Hass und Krieg durch die Sahara geistert.  – rockzirkus.de

Das ist wunderbar getragene, selbstbewusste und erhabene Musik, die von Album zu Album von gleichbleibender hochwertiger Qualität ist. Als Neuigkeit versteckt sich dieses Mal im Wüstenrock ein Reggaerhythmus. – derStandard.at

Tamikrest beweisen, dass sie sich mit ihrem Ziel, gegen die Auslöschung des Volkes der Tuareg mit friedlichen, musikalischen Mitteln, auf dem richtigen Weg befinden. – Musikansich.de

Amid the usual off-kilter desert rhythms are innovations ranging from practically-ambient interludes to acoustic ballads. – Financial Times

top...
el Lokal