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Feins z'Mittag vom 21. bis und mit 25. Januar 2019.
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Tarantel im Zelt
Montag, 10.12.2012, 20Uhr20
Lokalbühne
Macuso Vikovsky Trio (CH)
Vom Corner College an der Langstrasse ins el Lokal – das schafft nur schnurstracks, wer grossen Durst in gehobener Atmosphäre zu stillen sucht oder wer explizit etwas zu bieten hat.
Unser aller Hanspeter «Düsi» Künzler meinte zum neuen Album «Visite Ma Tente»: «Nein, nichts osteuropäisches, sondern eine CD, die mir ein Luzerner letzthin zugesteckt hat, süffig besungener Post-Rock auf Ukulelen, Mandolinen und anderen kuriosen Instrumenten gespielt, auch ein bisschen an Will Oldham und Pascal Comelade erinnernd.» Besetzung: Macuso Vikovsky: Stimme, Ukulele, Klarinette, Gitarre, Balalaika; Nicola Romano: Cello; Stefan Haas: Banjo, Gitarre, Stimme. Und wenn wir schon unser aller «Düsi» zitieren, dann holen wir folgenden Abschnitt aus einer Kolumne raus, zu der er beim Schreiben unter anderen auch MVT gehört hat: «Sowieso ist Live-Musik wieder sehr viel populärer - ein Erbe einerseits aus der Schrummelband-Zeit à la Libertines, ein Symptom andererseits davon, dass Klubs mit DJs, lauter Musik und flirrenden Lichtern drastisch an Beliebtheit verloren haben. Ausserdem haben gerade die Anfängerbands erkannt, dass die Einkommenseinsbusse, jetzt, wo mit CD- und Download-Verkäufen so wenig Zaster zu holen ist, andersweitig kompensiert werden muss - eben mit Live-Auftritten zum Beispiel.» Genau. Und zwar hier auf der allerletzten Insel an der Live-Sihl.
The Tarantula Waltz (SWE)

Schweden hat nicht nur Krimis und hackescharfe Blondinen, im Fall. Schweden hat auch nicht nur Ikea mit seinem reichsten Schweizer, im Fall. Und Schweden hat auch nicht nur Gripen-Kampfjets und das Nobelkomitee, das mit dem fiesen Drohnendröhner Obama einem Kriegsverbrecher den Friedensnobelpreis wohin auch immer schiebt. Im Fall. Nein, Schweden hat grosse Musik. Und das schon lange. Mehr amerikanisch als schwedisch zwar. Aber vielleicht ist das alles ja längst globalisch. Nach Christian Kjellvander kommt mit The Tarantula Waltz ein bei uns eher Unbekannter, der neben dem Genannten & Tallest Man On Earth & I'm Kingfisher & Kristoffer Åström locker bestehen kann, aber immer noch als wohlgehüteter Geheimtipp gilt. Hinter dem Pseudonym steht Markus Smockan Svensson. Er operiert nicht nur mit Spinnenwalzern, sondern experimentiert generell gern mit den unterschiedlichsten Musikstilen. Mit & ohne Band. Und wer weiss, vielleicht bringt er sein neustes Werk schon mit, an dem er arbeitet. Sein Zweitling «Did Not Leave To Find But To Forget, To Leave Behind» (2010) wurde von John Roger Olsson produziert und von Stuart Sikes (White Stripes, Cat Power, Modest Mouse) gemixt. TTW erzählt Geschichten, die das Leben so schreibt. Anders Dahlbom meint in Expressen och Sonic: «Vet att han inte gillar termen, men nu räknar vi Svenssons Tarantula Waltz som ett av landets stora singer/songwriter-ämnen.» Ok.? Also: Packt nichts ein und stecht nullkommaplötzlich in Züri-See, um auf rechtzeitig auf unserer Schatzinsel anzutanzen & die zukünftigen Stars aus dem hohen Norden zu entdecken.
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el Lokal