Unsere Elektrobrieftauben fliegen immer wieder ins worldweite Nezz. Unseren Newsletter abladen. Mindestens wöchentlich ...
Feins Z'Mittag gibt's vom 19. August bis und mit 23. August 2019
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Überraschungsgast
Dienstag, 05.02.2008
Lokalbühne
Dayna Kurtz
Die amerikanische Singer-Songwriterin Dayna Kurtz hängt wieder ihre alte Gibson-Gitarre um bei uns. Was für eine Nacht war das damals, als sie erstmals bei uns hawaiierig mit dem Bottleneck über die Saiten schlidderte...
Spätestens bei den ersten Tönen ihrer tief bluesgetränkten Stimme wird es einem warm ums Herz und angenehm flau im Magen. "The sink is full, the plants gone yellow, oh love, where did you go?" sang sie. Und wie einsam und verloren man sich fühlen kann im Septemberregen bei uns an der Sihl. Diese ausserordentliche Stimme, oft verglichen mit der von Nina Simone und anderen Jazzgrößen, hat längst eine unverwechselbare eigene Identität entwickelt. Dayna versteht es trefflich, den Gefühlen entsprechend fein zu dosieren: die leisen, fast in der Stille verwehenden Töne der Trauer und Melancholie bis hin zur scharfen, schreienden Attacke. Die enttäuschte Abrechnung mit verflossenen Liebschaften und ihrem einstigen Idol, Beat-Autor Jack Kerouac. Ihr Gesang in einem zur blauen Jazzballade umgedeuteten Countrysong von Johnny Cash gleicht dem eines Saxophons. Eine berauschende Version des Prince-Songs "Joy In Repetition". Und zwischendrin immer wieder kleine witzige Bemerkungen, etwas scheu dahingenuschelt, aber in der Gewissheit: "most of you speak better English than my president!" Nach 2 Stunden verabschiedete sich Dayna Kurtz. Und jetzt überraschend wieder hier.
top...
el Lokal