Lunch from December 11th to December 15th 2017.
Our own house publication, providing an interesting look into what's what on our island and beyond...
A special column giving a high-five to worthwhile articles and opinions all through the year...
Fuck Peace: CULTURE IS DEAD NOW!
Saturday, 18.12.2010, 20Uhr20
oh what a night...
Gonzo + Mr. Wonkeyman
Gonzo der Grosse (im Original Gonzo The Great) ist Stuntman. Allerdings geht bei seinen waghalsigen Stunts immer etwas schief, heisst es auf wikipedia.de über den Muppet-Gonzo.

Und: In den 80-er Jahren stand das Wort «Gonzo» synonym für eine lange Nase oder ein Missgeschick. Im US-amerikanischen wird damit ein Exzentriker bezeichnet. Und: Gonzo-Journalismus (gonzo = aussergewöhnlich, exzentrisch, verrückt) wurde von Hunter S. Thompson Anfang der 70-er Jahre begründet. Bei diesem Nu Journalism wird aus der subjektiven Sicht des Autors berichtet, der sich selbst in Beziehung zu den Ereignissen setzt. So vermischen sich reale, autobiographische und oft auch fiktive Erlebnisse. Sarkasmus, Schimpfwörter, Polemik, Humor und Zitate dienen als Stilelemente. Nach journalistischen Kriterien handelt es sich beim «Gonzo-Journalismus» eigentlich um Literatur. Und: Gonzo: Meist Pornofilme ohne Handlung, die nur aus Sexszenen bestehen. Die Besonderheit von Gonzo ist, dass der Kameramann bzw. Regisseur für den Zuschauer ersichtlich in das Geschehen eingreift – indem er zet Be Anweisungen gibt, Dialoge mit den Darstellern führt oder selbst an sexuellen Handlungen teilnimmt. Dieses Genre wurde von John Stagliano erfunden. Eine Gonzodarstellerin ist der Gegensatz zu den Glamour-Pornosternchen und verfügt meist nicht über den perfekten Model-Look, sondern setzt auf Natürlichkeit und Ausstrahlung. Alles klar? Ok., dann geht’s also nun voll zur Sache, fuckers!

Gonzo + Mr Wonkeyman ist alles zusammen, also der perfekte Gonzo per se. Gottgeworden schon. Die Heilige Gonzo-Zweifaltigkeit. Ein Leibhaftiger, dessen Körper nicht als Seelentransporter dient, der gleichsam durch und durch Seele ist. Ein allerletzter Rufer in der Wüste, dessen allerletzte Protest-Songs die allerletzten Utopia-Manifeste in diese allerletzte Welt hinausposaunen: «Hey, motherfuckers, unser Lebenszweck ist nicht das Kohlescheffeln, sondern die Kunst!» Songs voller Militanz, Lieder wie Hilfeschreie, Stücke als Weckrufe. Partei ergreifend für die einsame Gitarre, die den abgekämpften Leuten in die Fresse schleudert: «Wir, die Kinder der Sixties, sind weder mit Tomaten auf den Augen noch mit Watte in den Ohren geboren. Wir sind zur Unzeit zur Welt gekommen. Wir sind hier, um zurückzuschlagen. Um euch die Schmeissfliegen zu zeigen, die unaufhaltsam um eure Gehirne kreisen. Gehirne, die durch TV, Video, Internet, Religion, Politik, Wirtschaft, Presse und andere Formen geistiger Manipulation stumpfsinnig geworden sind. Wir führen euch die Macht der akustischen und elektrischen Gitarre vor, die Welt zu verändern. So wie sie das immer schon getan hat. Erst ist es eine Brise, bald ein Gewitter. Wir treten in den Grande Ballroom von Detroit ein, zu MC5 und den Stooges. Und wir wissen, dass die Welt in Bälde eine andere sein wird. Dank uns!”»

Und weil grossen Worten Taten folgen, stellen wir Gonzo + Mr Wonkeyman zur Singersong-Klampfe und erleben die Kontinentalplatten verschiebende Gonzo-Revolution live und exklusiv auf unserer allerletzten Insel. Und von da zieht die heftigleichte Brise der Mississihl entlang bachab, Richtung allover the fucking Gonzo-World. Yeah, man, culture is dead now! Sorry, fuckers

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