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Feins Z'Mittag gibt's vom 9. bis und mit 13. Dezember 2019
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Samstag, 14.12.2019, 20Uhr20
Eintritt: 25.–
Buntspecht
Ein seltener Vogel & erst noch bunt & aus dem Reich der Öster: Die junge Band Buntspecht aus Wien macht unschubladisierbaren Alien-Pop.

So ausserirdisch, so bodenständig abgehoben wie der hirnerschütterte Kompressorvogel beim Herausklopfen des Lebens aus totem Holz. Die eingeschworene 6er-Bande ist eigentlich ein Künstlerkollektiv. Zweites Album: «Draussen im Kopf» (2019); Single: «Unter den Masken». Die Agentur Spoon verlieh der Band den schwergewichtigen Goldenen Blumentopf für die meisten Gigs 2018 im gesamten DACH-Raum. Tatsächlich verpasst Buntspecht dem Publikum eine veritable Musikglücksdusche, der sich weder Kopf noch Bauch noch Tanzbein zu entziehen vermögen. Buntspecht fliegt munter voran auf ihrer Weltmusikexpedition & klopft die Ohrwürmer aus allen Bühnenplanken ihres Vertrauens. Piano ist dazugekommen, überraschendes Songwriting & ebensolche Arrangements sind selbstverständlich. Als da so kaleidoskopisch bunt spechten: Lukas Klein – Gesang, Gitarre, Klavier; Florentin Scheicher – Melodica,Trompete, Gesang; Jakob Lang – Kontrabass, E-Bass, Chorgesang; Florian Röthel – Schlagzeug, Perkussion; Roman Gessler – Altsaxophon, Baritonsaxophon, Querflöte; Lukas Chytka - Cello. Das spektakuläre Video zu «Unter den Masken» hat die Band gleich selbst gedreht. Das soll auch bei allen weiteren Videos von «Draussen im Kopf» so geschehen. Songs, Texte, Fotos, Cover-Artwork, Videos – alles entsteht & flattert hier Hand in Hand & Klaue für Klaue im beflügelnden Mikrokosmos des Künstlerkollektivs Buntspecht. Das Repertoire kennt weder Grenzen noch Genreschubladen, sprengt sich durch die Betonmauern des musikalischsten Treppenhauses von Zwinglizwingzwangtown so vergnügt & locker wie der Signer, Roman aus Appenzell. Das schafft Platz für den ungestümen Buntspecht-Alien-Pop. Für die atmosphärische Filmmusik von Filmen, die es (noch) nicht gibt. Für die Kinderlieder für Entwachsene. Für die orchestralen Balladen aus dem Reich der Öster, das es ja (noch) gar nie gegeben hat. Für den Indie-Pop mit Punk-Attitüde. Für die Anti-Schubladen-Schubladisierungs-Songs. Für Ekstase & Melancholie. Für Trauer & schelmisches Grinsen. Für Strotzoptimismus & Nagezweifel. Lass uns alles vermischen, scheint das Motto der Wiener zu sein, die gestrandeten Piraten oder verrückten Seiltänzern gleichen. Alles darf. Alles soll. Alles muss!


Kupus
Balkansounds mehr oder weniger. Hm. Ist da weniger noch mehr? Oder ist die Fülle hier das Weniger, das mehr ist? Oder ist das Mehr das Meer? Wahre Logik ist absurd. 

Genauso logisch & absurd sind die überbordenden Emotionen, die die More-or-less-Balkansounds der 6-köpfigen Winterthurer Band Kupus seit 2013 auslösen. Deren treibende Kräfte sind: Meret Schmid – Akkordeon, Vocals; Paula Hsu – Geige, Vocals; Simon Eugster – Klarinette, Saxophon; Hannes Wäckerlig – Akkordeon,Synthesizer; Manuel Eugster – Kontrabass, Synthesizer; Dominik Läuchli – Schlagzeug. Am Anfang waren sie reinen Balkansounds verschrieben. Doch bald schon erweiterten sie diese Weltmusik mit Swing, Pop & purer Lust an der Experimentierfreude, die sich in die östlichen Klänge hineinwoben. Das haut rein, Leute! Aber voll! Das reisst mit, als wäre der Sihlstaudamm gebrochen & unsere gute alte Mississihl tanzte aus allen Ufern. 2017 ist der überbordende Sound in die CD «Hobotnica Karavan» gesprudelt. 2018 tourte Kupus erfolgreich durch Europa & gewann ganz nebenbei Band-it. Nun überschwemmen sie unsere allerletzte Insel mit der 2019er EP «Frénésie» & natürlich dem quicklebendigen Restrepertoire; darauf sei auch ein Special-Guest zu hören, der vielleicht auch live bei uns dabeisein wird. Who knows, more or less!

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