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Feins Z'Mittag gibt's vom 14. Oktober bis und mit 18. Oktober 2019
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Samstag, 23.11.2019, 20Uhr20
Eintritt: 30.–
C.W. Stoneking (solo)
Von seinem raspelnden Dschungel-Rock-Blues über seine gut geölten Locken bis hin zu seiner weissen Kleidung: C.W. Stoneking steht für aktuelle Musik aus vergangenen Zeiten transponiert in die zukünftige Ewigkeit.

Das Unerwartete, Überraschende ist sein Standard Setting. Roots-Blues ist der Schlüssel, dazu kommen aber New Orleans Jazz, Jug-Band-Musik, Hokum, Country, Calypso, Jump Jive, Early Rock'n'Roll & Gospel. Zum Album «Gon’ Boogaloo» (2014) hiess es gepresst: Australiens Bluesmann C.W. Stoneking lässt die Bluesmusik der 20er- & 30er-Jahre auferstehen – mit elektrischer Gitarre & Band. Das Kratzen der Grammophonnadel fehlt, logo. Das geliebte Banjo ist der wunderbar glossy-glänzenden Gold-Fender gewichen. Eine Stimme, schwarz wie Pech, verschluckt von den schwärzesten Löchern des Universums. Songs, himmelhundekrokodilstränentraurig & knochentrocken wie das Ödland vor seiner Hütte. Da spannt einer sein Seemannsgarn rundum die eiernde Weltkartoffel. «I wouldn’t have said I was an artist of anything, except for maybe a bullshit artist!» Hände, rau, klobig, von Schwerstarbeit gezeichnet. C.W. Stoneking braucht sich definitiv keine Sorgen um seine Street Credibility zu machen – alles echt & nichts als grundehrliche Show & bravouröses Theater. Mit wem er gern zusammenarbeiten würde?– «Kanye West. Ja, ich würde gerne eine Platte mit ihm machen. Er ist ungefähr der Einzige. Ich mag es einfach, wie er Dinge zusammenfügt, sein rhythmisches Zusammensetzen von Sounds. Ich würde gerne seine Ideen mit meinen Geschmack nutzen.» C.W. Stoneking bereiste die Welt von Ägypten bis New Orleans & arbeitete als Voodoo-Arztgehilfe. In Trinidad lernte er die Calypso-Musik kennen. Er lebte in abgelegenen, gotzverlassenen Bauernhäusern am Arsch der Welt, schuftete als Handwerker, erlitt & überlebte einen echten Schiffbruch-Schiffbruch auf dem Weg in den Kongo & fand sich an einem Strand in Gabun wieder. Und er verbrachte einige Zeit in Afrika & tourte durch die Welt. Melancholisch-spartanische Songs, Erinnerungen, Träume, Sehnsüchte, so farbig wie vergilbte schwarz-weiss Fotos von bunten schlafenden Hunden, die geweckt sein wollen. Stoneking entführt uns auf eine aufregende Zeitreise voller Abenteuer im überhitzten Asphaltdschungel der Eitelkeiten. Und wir verlieren uns total «Gon’ Boogaloo» in der goldenen Shellack-Ära des dritten Jahrtausends «On A Desert Isle» mit dem «Good Luck Charm» dieses «I’m The Djungle Man». – «Tomorrow Gon’ Be Too Late», Baby!

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