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Feins z'Mittag vom 24. Juni bis und mit 28. Juni 2019.
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Samstag, 29.06.2019, 20Uhr20
Eintritt: 30.–
Somos Guerreras – Rebeca Lane & Audry Funk & Nakury
Somos Guerreras! Wir sind Kriegerinnen! Hip-hop isn’t dead – it’s just been learning Spanish & becomes female!

Rebeca Lane (*1984) ist zurück auf unserer Weltkultur-Kampfinsel: Rebeca Lane ist poet, rapper, sociologist, activist and Hip Hop educator. Ein Multitalent also. Sie erlebt als Kind das Ende des 36 Jahre dauernden Bürgerkriegs (1960-96) & dessen Nachwehen in Guatemala. Schon blutjung arbeitet sie in Initiativen zur Aufdeckung der Gräuel der Militärdiktatur. Ihr fällt auch schnell mal auf, dass Frauen im politischen & kulturellen System ihres Heimatlandes kaum Führungsrollen einnehmen. Das will sie ändern. Dafür engagiert sie sich. Als kulturelle Aktivistin. Arbeitend mit unterschiedlichen Kulturtechniken wie Theater, Literatur & Musik. Nun setzt sie unsere Weltbedeutungsbretter als Somos Guerreras mit den beiden Rapperinnen Nakury (Costa Rica) & Audry Funk (Mexico) unter Feuer. Schon 2016 schreibt die alte Tante NZZ zur Aktivistin aus Guatemala: ‚Con la mano pa' arriba‘, rufen Dutzend Frauen vor der Bühne am Bazar del Monu in Ciudad Juárez – und strecken einen Arm in die Höhe. Die meisten singen den Text von ‚Estilo Natural‘ mit und verfolgen jede Bewegung der Frau auf der Bühne. ... Auf der Somos Guerreras- Tour (Wir sind Kriegerinnen) war sie zwei Monate unterwegs mit Audry Funk, einer Kollegin aus Mexiko, sowie mit Nakury und Nativa aus Costa Rica. ... Die Auftritte haben für Aufsehen gesorgt und auch den lokalen Raperas Mut gemacht. Die 29-jährige Audry Funk (Mexico) rappt seit 15 Jahren; sie stammt aus der mexikanischen Autostadt Puebla, wo sie Philosophie studierte. Sie lebt heute in der Bronx (NYC). In der mexikanischen (& zunehmend auch der US-amerikanischen) Rap-Szene ist sie eine grosse Nummer. Unsere alte Zeitungstante NZZ: «Ähnlich wie Rebeca Lane hat sie eine Stimme, die zu mehr taugt als nur zum Rappen. Ihr geht es vor allem darum, ihre Message in die Welt zu tragen: ‚Wir müssen unsere Rechte als Frauen durchsetzen.‘ Dafür singt sie, darüber diskutiert sie. Soulige R'n'B- Stücke gehören bei beiden zum Repertoire.“ Auch Nakuri (Costa Rica) ist Rapperin, MC, Aktivistin, Kulturmanagerin & Dokumentarfilmerin. Sie beginnt ihre Karriere in der HipHop-Szene mit Graffiti & Breakdance, bis sie die Welt der Rhymes immer mehr fasziniert. Mittlerweile gehört sie zu den führenden Rapperinnen Mittelamerikas, war in Mittelamerika & in den USA & Europa auf Tournee & produzierte HipHop-Sets für die BBC. Nakuri organisiert mit ihrer Produktionsfirma Union Break ua. eines der grössten HipHop- Festivals in Mittelamerika; ausserdem führte sie Regie beim Dokumentarfilm Somos Guerreras (2014). Alle drei Kriegerinnen sind grossartige Live-Performerinnen mit bestechender Bühnenplankenpräsenz. Eine gerechtere Welt ist möglich – aber es gibt viel zu tun am füf ab Zwölfi, Leute!

How Latin-American women are changing hip-hop. Guatemala City rapper Rebeca Lane has a similar experience of the Latin American hip-hop scene. In her 2012 song ‘Bandera Negra’ (‘Black Flag’) she takes a swipe at Latino MCs who use misogynist and homophobic language to insult one another, or who make puerile boasts about their huevos (eggs, meaning balls): ‘I’ve got a million eggs in each ovary. That doesn’t make me any more of a woman, or you less of a man,’ raps Lane. ‘The level of gender violence in freestyle rhyming battles, and in mainstream rap, can be horrific,’ she adds. Lane and Roja are part of a new generation of Latin American female MCs whose lyrics touch on some of the issues facing the region’s women – and celebrate the resilience and sheer huevos it takes to exist as a woman at all. The issues in question include a deep- rooted lack of equality; inadequate access to healthcare, sex education, contraception and abortion; human trafficking; domestic and public violence, rape and femicide. (…) The hip-hop scene in Guatemala, she says, has played a healing role for some of the postwar generation: ‘It gives young people ways of organizing beyond armed conflict, beyond military or gang violence.’ Hip-hop itself was born in a similar atmosphere, Lane notes, ‘in the Bronx in the 1970s, once the gang wars had subsided.’ – The Guardian

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