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Feins Z'Mittag vom 16. Oktober bis & mit 20. Oktober 2017
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Eindringlich & wunderbar
Samstag, 18.11.2017, 20Uhr20
Eintritt: 25.–
Aziza Brahim
Endlich wieder mal eine durch & durch positive Geschichte in dieser irr absurden Welt.
Erlebt, erzählt & verkörpert von Aziza Brahim, 1976 geboren & aufgewachsen in einem der vier Flüchtlingslager entlang der Grenze zwischen Algerien & der Westsahara. Hier leben je nach Quelle rund 100 000-160 000 vor Krieg & Zerstörung geflüchtete Menschen. Marokko bombardierte die saharauische Bevölkerung nach dem Abzug der Spanier mit Napalm & Phospor & hält seit 1975 bis heute zwei Drittel der Westsahara besetzt. Mit elf Jahren erhielt Brahim ein Stipendium für eine schulische Ausbildung in Kuba. Weil ihr 1995 eine musikalische Ausbildung verwehrt wurde, ging sie zurück ins westalgerische Flüchtlingslager. Sie trat beim ersten nationalen Gesangswettbewerb in der Demokratischen Arabischen Republik Sahara auf & tourte darauf mit einer nationalen Musikgruppe durch Mauretanien & Algerien. Andere Gruppen & Touren folgten. 1999 nahm sie mit Touaregmusikern die ersten Songs beim saharauischen Nationalradio auf. 2007 gründete Brahim die Band Gulili Mankoo, bestehend aus Musikern aus Westsahara, Spanien, Kolumbien & Senegal. Ihr Sound: ein Mix aus westafrikanischen Traditionals, Blues & Rock. 2000 zieht sie nach Spanien. Seit 2009 tourt sie mit der baskischen Txalaparta-Gruppe Oreka Tx durch Spanien & Frankreich. 2011 debüttiert sie als Schauspielerin im Film Wilaya, komponierte & produzierte dazu auch den Soundtrack. 2012 veröffentlicht Brahim ihre erste LP «Mabruk», 2014 das Album «Soutak» (=your voice), bei dem Musiker aus Barcelona & Mali mittaten. Produziert wurde es von unserem altbekannten Freund & Glitterbeat-Mitgründer Chris Eckman (The Walkabouts, Dirtmusic, Tamikrest, Ben Zabo). Letzterer produzierte auch das aktuelle Werk «Abbar el Hamada» (=across the Hamada; 2016). Darauf besingt sie eindringlich & wunderbar das unsägliche Leid der saharauischen Bevölkerung, von dem die Welt so wenig mitbekommt. Ihre Musik kann helfen – uns allen, die wir auf diesem Planeten so unterschiedliche Rucksäcke & individualgleiche Freitagstaschen herumtragen.

Grieving for the exiled thousands stranded in an inhospitable tract of Western Sahara, whose only escape is «music and imagination». Potent stuff.» – The Guardian
 
Abbar el Hamada by Aziza is a commanding and compassionate musical statement about, and for, the tumultuous age in which we live. – **** Songlines
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