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Come on home if you can find it
Sonntag, 25.09.2016, 20Uhr20
Lokalbühne
Freakwater
+ Drunken Prayer
Freakwater ist eine der faszinierendsten Americana-Bands, also zwischen Folk, Singer/Songwriting & Roots. Und sie sind nach über zehn Jahren! eeendlich wieder auf Europatournee!

«Sie waren schon Alternative Country, als Jeff Tweedy noch als Bassist im Frauenkleid in Belleville mit den Primitives ‚Gloria’ raushaute», sumsumiert Jörg Feyer im «Rolling Stone» und verweist auf die Heilanzack! 30-jährige Bandgeschichte von Janet Bean & Catherine Irwin. Als einzigartig galten Freakwater spätestens seit ihrem unvergessenen Album «Feels Like The Third Time» (1993, mit «My Old Drunk Friend»). Freakwater gehen genau dann auf Tournée, wenn diese Musik fertig ist. Und das findet unter anderem jetzt & hier auf unserer Weltmusikinsel statt. Ihr neues Album «Scheherezade» (2016) jedenfalls ist ein Traum, eine Perle im «dunkel leuchtenden Freakwater-Kosmos» (Rolling Stone). Und es enthält Songs, wie sie sonst heutzutage höchstens noch von Bonnie ‚Prince’ Billy oder Kurt Wagner geschrieben werden. So etwa das ungeheure «Bolshevik And Bollweevil», ein Country‐Walzer in Zeitlupe, der «selbst den letzten aufrechten Cowboy auf einem Farm‐Aid‐Festival zu einem schluchzenden Häuflein Empathie reduzieren dürfte». Bean & Irwin berichten von einem bösen Brief: «Come on home if you can find it, cause the farm is blown away». Wo verflucht also ist home, von dem die US-Country-Industrie so verzweifelt zuckersüss singen lässt? Das Torkeln, den Boden unter den Füssen verlieren ist in den Songs präsent, was sie so heutig macht. Musikalisch ist «Scheherezade» eine vorsichtige & gleichzeitig selbstbewusste Weiterentwicklung. Man findet das Pure, Raue, diese intensive & einzigartige Schönheit ihrer frühen Alben ebenso wie eine musikalische Öffnung, mitunter auch ein Wah-Wah-Sperrfeuer oder gar Anklänge an «The Band». Freakwater sind jetzt zu 6t auf der Bühne. Und ihre Message: Das sagen, was ihnen am Herzen liegt. Das tun wir auch, also: Gutes tun.

‚Scheherezade’ is not only their most modern-sounding record, it might be their best since ‚Old Paint’. – Pitchfork

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