Unsere Elektrobrieftauben fliegen immer wieder ins worldweite Nezz. Unseren Newsletter abladen. Mindestens wöchentlich ...
Feins z'Mittag vom 18. März bis und mit 22. März 2019.
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
Natural Surround & Cinemascope
Dienstag, 01.10.2013, 20Uhr20
Lokalbühne
Balmorhea (USA)
Dies ist der Soundtrack des «Lone Star State». Das 500-Seelen-Kaff Balmorhea – sprich: Bal-more-ay – bei Austin, TX gab der Band den Namen.
Denn die Kompositionen der Instrumentalgruppe Balmorhea (textural post-rock with a classical influence) kommen ohne grosse Worte aus und sind inspiriert vom amerikanischen Südwesten: Von der Folklore der texanischen Siedler, der gebirgigen, unwirtlichen Einöde & intimen Studien von Einsamkeit, Nacht & Natur. Von eisiger Kälte zu wüster Hitze und zurück. Natural Surround & Cinemascope. 2006 von den Multiinstrumentalisten Rob Lowe & Michael Muller gegründet, ist die Band mittlerweile zum Sextett angewachsen. Komplexe Soundlandschaften werden mit viel Geduld & Intensität erschaffen aus Violine, Klavier, Cello, Gitarre, Banjo, Kontrabass & Percussions – als hätten die Boys & Girls alle Zeit der Welt. Schicht um Schicht, Ebene um Ebene, mit verzückender Leichtigkeit. Manchmal schwer stürmisch holterdipolternd, dann wieder zartschwebend leicht. Eine erhebende Mischung aus Minimal, Ambient & Klassik. Immer in Bewegung. Driftend. Magisch. Pastoral. Die Klangwolke Balmorhea wird zur allerletzten Mississihl-Insel. Zur Trauminsel. Zur Schatzinsel. Auf je sechs US- & Europa-Tourneen teilten Sie die Bühne mit Tortoise, Fleet Foxes, Mono, Bear in Heaven, Sharon Van Etten, Damien Jurado & Efterklan. Sie mögen Débussy, Beethoven, Rachel’s, Gillian Welch, Max Richter, Arvo Pärt & John Cage. Fünf betörende Alben sind entstanden, inklusive dem aktuellen «Stranger» (2012). Mit letzterem hätten sie sich nach diversen All- & Himmelsreisen wieder eher dem Terrestrischen zugewandt. Logisch, sonst könnten sie ja nicht auf unserer Weltkulturraumstation zum nächsten intergalaktischen Gig durchstarten.

 

JBM
Sein Debüt «Not Even In July» (2010) nahm er in einer Kirche auf. Und er tourte als Opener ua. mit A.A. Bondy, Other Lives, Damien Jurado, St. Vincent. Den durchaus verständlichen Vergleich mit Bon Iver braucht er also nicht zu scheuen: JBM a.k.a. Jesse Bryan Marchant garniert mit seinem aktuellen Album «Stray Ashes» überall, wo gesternelt wird (Mojo, Q, Uncut uvm.), das absolute Sternemaximum. Aber uns ist das eigentlich sternschnuppe-scheissegal. Wir sterneln nicht, wir bringen den wunderbaren, in Montreal geborenen, in New York lebenden Singer/Songwriter & Multinstrumentalisten mit seinen magisch-sphärischen Nouvelles Chansons live & authentisch auf unsere Weltbedeutungsbretter. «JBM’s elektronisch temperierter Woodsman Folk ist ein bitzeli wohlig gespenstischer, seelenvoller Schlag in die Gedärme,» schreibt Frau Leonie Cooper in NME. Dunkel, dynamisch, roh & verletzlich fliessen die Klänge voller Grazie & Intensität, eindringliche (Killer-)Gesänge & bestechende Arrangements tragen dich hinfort aus dem steten Fluss der Zeit in Ewigkeit Amen, an der verzückt-blauen Mississihl. Als Special Guest der Balmorhea Fall European Tour 2013.
top...
el Lokal