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«Float like a butterfly, sting like a bee»
Dienstag, 04.12.2012, 20Uhr20
Lokalbühne
Light of Day
☆ TONI VESCOLI ☆ JULIAN POLLINA
☆ ISRAEL NASH GRIPKA ☆ WILLIE NILE
☆ ROB DYE ☆ JAMES MADDOCK
☆ JOE D'URSO ☆
Alle Jahre wieder, vor dem jewiesüssen Christuskind: Grossartige Musik erleben ist allein schon «Gutes tun». Musik macht die Welt sonnenklar & eindeutig besser. Wenn dies dann auch noch Menschen mit Parkinson-Krankheit und deren Angehörigen hilft, potenziert sich die Güte und wird zum Allerbesten: The Light of Day-Benefiz-Konzertserie sammelt Gelder für die Parkinsonforschung, die Entwicklung neuer Therapien & Behandlungsmethoden sowie für Projekte zugunsten Betroffener und deren Familien. Es waren bis anhin ganz besondere Abende, wenn die Light of Day-Tour an unserem Lokalpier andockte unsere allerletzte Insel mit wunderbarer Musik in ein Schiff der Hoffnung verwandelte. Heuer zum dritten Mal.

Dieses Jahr präsentieren wir euch zusammen mit der Vereinigung Parkinson Schweiz (www.parkinson.ch) den mittlerweile 13ten Jahrgang der Tour auf unserer lebensspendenden Insel: Light of Day Europe 2012 wird neben unseren jugendlich wahnsinnigen Lokalhelden Julian Pollina und unserem jugendlich wahnsinnigen Altmeister & Sauterelles-Jubilar Toni Vescoli die amerikanischen Singer/Songwriter Joe D’Urso, Willie Nile, Israel Nash Gripka, Rob Dye, James Maddock auf unsere ellokalen Bühnenbretter bringen. Und nie weiss man, ob plötzlich noch Bruce Boss Springsteen auftaucht.

Das aktuelle Album der längst über den einstigen Vorbandstatus von Wilco, The Allman Brothers und Bruce Springsteen hinausgewachsenen Joe D’Urso & Stone Caravan (an Americana/Jersey Shore/Rock & Roll band) heisst «Down Here By The River». Gemeint ist – wir haben ihn noch immer vergessen zu fragen – wahrscheinlich ziemlich hunderttausendpro sicher unsere alt-ehrwürdige Sihl. Garantido. Todsicher. Einen wichtigeren Fluss gibts weit & breit nicht. Mainstream schon gar nicht. Stil: Irgendwo zwischen Mellencamp, Springsteen, Dylan, Tom Petty&The Heartbreakers, Southside Johnny&The Asbury Jukes, Bob Seger, Wilco, Counting Crows, The Wallflowers. Also einfach D'Urso-Style.

Am 15. Mai dieses Jahres bewies der in Brooklyn, NY lebende Israel Nash Gripka in unseren Heiligen Inselhallen, dass & warum er zu den Grossen seines Fachs gehört. Americana-Songwriting at it’s best. Berührende Songs von melancholischen Balladen über krachende Rockhymnen. Charismatisch. Gefiddelt, gepedalsteelt, harmonikanisiert. Orgiastische Gitarrenelegien. Neil, oh, Neil, forever young. Steve Shelley (Sonic Youth) produzierte seinen sensationellen Zweitling «Barn Doors & Concrete Floors».

Rob Dye’s Debüt «Days To Here» ist eine fantastische Reise in zehn Songs zu den reichhaltigen Roots der amerikanischen Musik. Der aus New Jersey stammende Dye steht mit beiden Füssen mitten in diesen Wurzeln, bringt eine flotte Runde von sackillustren Musikern ins Studio, die ua. bei B.B. King, John Scofield, Alicia Keys, Bon Jovi, Monster Magnet, Bruce Boss Springsteen oder Justin Timberlake mitspielten undoder mitspielen. Und er mischt locker leicht Rockelemente mit Old School Country, R&B, Gospel und so «I wanted the right player to bring out the best in each song. Everyone involved delivered beyond my wildest expectations. It truly was a collaborative effort with an eclectic cast of musicians. I am so thankful I was surrounded by such talent.» – Ergreifende Stories von Lieben, Schicksal, Trinken & on the road again. Die Zukunft liegt gleich hinter dem Horizont.

2010 erhielt der einstige Frontmann der vielgelobten Band Wood und als Singer/Songwriter wie als Performer begnadete James Maddock für «Sunrise On Avenue C» den NY Music Award Best Americana Album. Mit «Wake Up And Dream» führt er den angefangenen Weg weiter und etabliert sich endgültig in der oberen Etage der amerikanischen Musikszene. Im July schrieb er auf seiner Website, er arbeite an einem neuen Album, das intimer und akustischer klingen werde als die Vorgänger. Hochkaräter wie Tony Scherr (Bill Frisell, Paul Scofield, Norah Jones), Larry Campbell (Bob Dylan, Levon Helm, Elvis Costello, Emmylou Harris,Willie Nelson, Paul Simon) sowie der Jazz-Produzent Matt Pierson (Brad Mehldau, Joshua Redman) werden dafür sorgen.

Von «next Bob Dylan» Willie Nile aus N.Y.C. sagt man, er bringe seine Songs zum Leben wie kaum einer. Auf ausdrücklichen Bandwunsch tourte er als Opener der Who durch die USA. Zu seinen Fans gehören Lou Reed, Jim Jarmusch, Little Steven und Lucinda Williams (Bono verschweigen wir weiter lauthals); die 11 Songs seines aktuellen Albums «The Innocent Ones»: erdiger Folkrock vom Feinsten. «It’s an album with a number of songs dedicated to the downtrodden, the forgotten, the outcasts, the hopeless, the innocent ones. I wanted something hopeful and upbeat. I wanted to fire a shot across the bow of sorrow and say ‘O no you don’t. Not so fast.’ Life’s tough and there’s a world of injustice out there, yeah I know, but we can make it better. It can be done.»

Und weil hier die grosse Musik spielt & möglichst viel Geld zusammenkommen soll: Kommt zahlreich her, erlebt geilen Sound & tut viel Gutes auf einen Schlag. – Come on, fuckers. «Float like a butterfly, sting like a bee», wie schon der grosse Muhammed Ali rappte, bevor ihn (wie Ozzy Osbourne, Johnny Cash, Salvador Dali) Parkinson in die Klauen bekam. Aber der Kämpfer Ali sagt auch: «Ich hatte ein schönes Leben vor meiner Erkrankung und ich habe heute ein schönes Leben.» – Es gibt sie, die bessere Welt, wir müssen sie nur leben:
IN GOOD WE TRUST.


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