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The Girls who fell to earth.
Montag, 20.02.2012, 20Uhr20
Lokalbühne
Christy & Emily (USA)
But there's something unsettling beneath the Wurlitzer organ wub-wub and Christy's reverb-drenched guitar. Doomy minor chords jut out and harmonies diverge as the two ladies sing of evil thoughts and bad dreams. Before long, their overt innocence feels like a crafty, almost creepy shadow play. – Jessica Hopper
Als Special Guest der Nightingales um den berüchtigten Ur-Punk & John Peel-Liebling Robert Lloyd tourten die zwei Frauen aus Brooklyn mit ihren innigen & gefühlvollen Songs durch Europa: Christy & Emily schlugen mit der Wucht eines in allen Farben schillernden Meteoriten beim musikalischen Undergroundpublikum ein. Selten gesehen, solche Spannung. Vibrations from outter space. The Girls who fell to earth. Live sind sie besonders hin- & mitreissend. Dieser Hurrikan ist ein gewaltiges Hoch und trägt einen Doppelfrauennamen.

Im Faust Studio von Ex-Krautrocker & Leiter des Klangbad Festival Scheer Hans Joachim Imler entstand das faszinierende Album «No Rest». So kam der Furor endgültig über das torkelnde Europa. Ein verblüffendes Album, das Brooklyn today mit Coco Rosie & Velvet Underground mixt. Jeder Song eine Geschichte. Jeder Song eine Perle. Ungewöhnlich ungewohnt. Ungewohnt ungewöhnlich. Und trotzdem ohrwurmig. Heimelig. Umarmend. Innig. Wohltuend. Engelsgleicher Gesang. Zerbrechlich. Sphärisch. Poetisch. Über- & unterirdisch. Ergreifend.

Christy Edwards begann mit einem Metallica-Noten-Buch, bevor sie während ihres Studiums an der Rhode Island School of Design in mehreren Bands im Punk-Miliö mittat & -tut. Daneben amtet sie als Künstlerin. Emily Manzo studierte Piano am New England Conservatory, am Oberlin Conservatory und an der Columbia University Klavier und beeindruckte ua. mit John Cage-Interpretationen sowie einem Album mit Werken von Anton Webern (2009). «Time Out New York» schrieb über ihre Rolle als gestaltende Kraft sowohl in der Neuen Musik als auch im Brooklyn-Underground. Jüngst wurde im Centre Pompidou Paul Rowleys Film «The Rooms» aufgeführt, zu dem Emily den Soundtrack beisteuerte.

Als Einflüsse nennen sie «everything» und aber zet Be: Eric Satie, Brian Eno, John Fahey, Louvin Brothers, Sofia Gubaidulina, Velvet Underground, Mamas & the Papas, Carter Family, George Gershwin, Antenna, Kraftwerk,Os Mutantes, Jorge Ben, Johnathon Richmond, Johnny Cash, Misfits, Outkast, MIA, Compilations 60's & 70's Pop aus Afrika & Asien. Ihr wunderbarer Sound schillert im Geist von Experimental Folk, Punk & Electronica: «We're pretty raw, but never exactly the same. We hope you like that.» Das Album «No Name» glänzt mit einer Unzahl von Instrumenten von Violine über Wurlitzer bis Vibraphon und Electronik-Schnipseln, gespielt von den unterschiedlichsten Menschen zwischen New York und dem oberschwäbischen Kaff Scheer. Christy & Emily werden auf unserer allerletzten Leuchtturminsel mit Basser Peter Kerlin und Schlagzeugerin Kristin Müller auftreten. Wenn denn alles kommt, wie’s woll. Unser liebestrunkner Fischreiher hat jedenfalls schon ein glänzendes Auge auf die beiden geworfen & sich den Termin hinter den Schnabel geritzt.
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