Unsere Elektrobrieftauben fliegen immer wieder ins worldweite Nezz. Unseren Newsletter abladen. Mindestens wöchentlich ...
Feins z'Mittag vom 25. März bis und mit 29. März 2019.
Am liebsten gelesen, gehört und angeschaut ...
in the perfect position just in between joy and darkness
Samstag, 25.02.2012, 20Uhr20
Lokalbühne
Loney Dear (SWE)
Der schwedische Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist Emil Svanangen alias Loney Dear (singer, lover, reader in no particular order) veröffentlichte am 4ten 11ten 20zig11 sein 6tes Album «Hall Music».
11 neue Songs, lebend vom Kontrast zwischen orchestraler & synthetischer Instrumentierung, aufgenommen mit teils ungewöhnlichen Instrumenten. Ein spektakuläres, intensives Werk zwischen gleissendem Licht & rabenschwärzester Finsternis (oder: in the perfect position just in between joy and darkness).

Svanangen bringt abspolut Unmögliches zusammen, als wäre es das Natürlichste der Welt. Es ist das Natürlichste der Welt. Quadratur des Kreises. Perpetuum mobile. Goldener Schnitt. Gesamtkunstwerk. Eine Art artifizielle Naturgewalt. Grandios. Poetisch. Und das macht verdammt glücklich. Und quicklebendig. Live. Auch wenn die Welt dabei in fantastischen Kirchenglocken-, Fanfaren- & Analogkeyboardklängen untergehen sollte. Wurscht. Scheissegal. Wenigschtens edel. Und sauschön. Und wir würden gar nix merken von der Apolkalypse nebenan. Auch wir sind ja nix anderes als Natur, wir Ausredentiere. Bescheuert zwar, aber ganz Natur, von oben bis unten, von innen bis aussen. Ashes to ashes. Alles oszilliert zwischen Gegensätzen. Und plötzlich diese Klarheit, dieses Licht, diese Energie, diese Aura. Hört ihr sie auch schon, die Engelschöre?

Ja, Loney Dear schwebt – mit beiden Beinen fest auf dem Boden – himmelhoch über den Wolken, wo die Freiheit wohl grenzenlos sein muss. Und er schafft das Unmögliche, also packt er’s auch an. Das Paradox ist keins. Jede Münze hat mindestens unendlich viele Seiten. Keine davon ist schlecht. Licht & Schatten gibt es nur zusammen. Das Eine kann nicht ohne das Andere. Und ohne Loney Dear’s «Hall Music» wollen wir auch nie mehr sein. Hier auf unserem hochheiligen Teufelstrompeten-Herzenseiland.
top...
el Lokal