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Hawks & Crows
Sonntag, 28.09.2008
Lokalbühne
Ben Weaver
Schon wieder. Am liebsten jeden Tag. Und vielleicht ist er sogar der uneheliche Sohn von Bud Spencer und Tom Waits? Who knows?

"Ich blute sie raus", sagt Ben Weaver über seine Songs. "Ohne sie hat die Welt keinen Sinn." Der, der so spricht, ist 29 Jahre alt und nennt eine ehemalige Sargfabrik in Minneapolis, Minnesota, seinen Lebens- mittelpunkt. "The Ax in the Oak" ist das sechste Album des mit Herzblut arbeitenden Songwriters, und wenn er seine raue Stimme erhebt wie ein Tom Waits ohne Freak-Faktor, dann beben die Fundamente. In seiner gemächlich dahinrollenden Musik manifestiert sich eine kompromisslose Dringlichkeit, die seine Worte direkt in das Zentrum unserer Vorstellung treibt.

The Ax In The Oak - Wieder von Brian Deck produziert. Es ist ein grandioses Album geworden. Intro schreibt: „Solch ein Künstler muss doch einer der wahrhaftigsten seiner Zunft genannt werden, und ihm muss höchste Ehrerbietung zukommen. Die Songs (...) so ausgefallen wie umarmend, so erdig wie experimentell. Er hat sie in Lo-Fi gewandet und ihnen nur ausgesucht reduzierte Mittel und eine impressionistische, aber auch durchdringende und unwiderstehlich charmante Stimmung mitgegeben. (...) „The Ax...“ ist so ein Kleinod von einer Songwriterplatte geworden, die Traditionen hörbar aufsaugt, um sie letztendlich abzustreifen. Sie ist verschroben, intim und wunderschön, sie ist wie der so weise Erzähler Weaver selbst: etwas zum Liebhaben.“ Im wunderschönen, von Ben selbst gestalteten Digipak und beim Recorddealer Deines Herzens (unsere sind RECREC und Jamarico) ab der letzten Augustwoche zu haben.

„Als 2004 ein erstes Ben Weaver-Album in Europa erschien, kam Applaus aus Ecken, aus denen man es nicht erwartet hätte. Die Spex feierte das Album des Mittzwanzigers mit der Altmännerstimme und druckte in der Rezension einen kompletten Liedtext ab. Es waren in der Tat Weavers aus originellen Metaphern gewobene skurrile Geschichten, die sein Roots-Songwriting mit Dreck unter den Nägeln über jedes Authentizitätärä hinaushoben. Es klang, als hätte sich Tom Waits von „Nighthawks At The Diner“ in eine einsame Bar verirrt, in der Bob Dylans „Time Out Of Mind“ läuft. (…) raunzt sich Weaver durch seine amerikanische Halbschattenmärchenwelt (…) Surrealism And The Blues.“
(Rolling Stone, 3 ½ Sterne)

„Americana-Wunderkind.“ (Musikexpress, 4 Sterne)

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