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“We Used to Think the Freeway Sounded Like a River”
Sonntag, 25.10.2009
Lokalbühne
Richmond Fontaine
Ein reizvolles Americana-Juwel, eine wehmütige, vergilbte Postkartenreise durch Kalifornien und zerplatzte Träume...
Richmond Fontaine ist nicht der Name eines Singer/Songwriters, sondern eine Band aus Portland, Oregon. Sänger Willy Vlautin schuf sich den heruntergekommen Typen Richmond Fontane als Inspirationsquelle für seine Songs. Still und weit tragen diese Natur und Kosmos in sich. Zeitlos und überzeugend unspektakulär. Berüchtigt sind die Live-Shows des Quartetts trotzdem. Richmond Fontaine’s fünftes Album "Post To Wire" ist ein reizvolles Americana-Juwel, eine wehmütige, vergilbte Postkartenreise durch Kalifornien und zerplatzte Träume. Langsam und unverbaut türmen sich die musikalischen Landschaften zu gigantischen Cumuluswolken auf, bis sie sich bildgewaltig in Cinemascope-Breite entladen. Jaulende Pedalsteels ziehen über die Western Skyline. Als Seelenverwandte von Uncle Tupelo haben sie begonnen. Mit ihrem siebten Studioalbum "Thirteen Cities" beweisen Richmond Fontaine, dass die Auszeichnungen für ihre vorhergehenden nicht zufällig erfolgten. Aufgenommen in den legendären Wave-Lab-Studios in Tucson, Arizona, haben sie mit Unterstützung von Calexico und Howe Gelb (Giant Sand) und Produzent J.D. Foster (Dwight Yoakam, Green On Red) und Paul Brainard (Pedal Steel) ein abwechslungsreiches Grind-Country-Werk geschaffen, in dem sich die Nähe zur mexikanischen Grenze in Mandolinen, Orgel, Akkordeon und Bläsern niederschlug. Willy Vlautin hat übrigens einen Roman geschrieben: "The Motel Life". Und wer weiss, vielleicht schreibt er nach einem grandiosen Sihlinsel-Konzert in Zureich, Arizona, seinen zweiten: "The Island Life".
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